Valuation Services & Projektbewertung

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Neben zufälligen (exogenen) Einflüssen wird der Erfolg eines Unternehmens im Wesentlichen durch die Qualität der Topmanagemententscheidungen, also beispielsweise bezüglich Großinvestitionen, Akquisitionen oder Veränderungen der Unternehmensstrategie, bestimmt.

Als Dienstleistung bieten wir hier:

  1. Eine Kompaktbeurteilung von Entscheidungsvorlagen und Bewertungskonzepten, die insbesondere aufzeigt
    • Kritische Modellannahmen,
    • Logische Inkonsistenzen,
    • Lücken der Darstellung relevanter Annahmen oder sonstige Informationen,
    • Prinzipielle Schwächen des gewählten Entscheidungs- bzw. Bewertungsverfahren,
    • Rahmenbedingungen, die die Anwendung des gewählten Entscheidungs- oder Bewertungsverfahrens in der konkreten Problemstellung einschränken.
  2. Detailanalysen zu Entscheidungsvorlagen oder Bewertungsgutachten, mit
    • einer detaillierten Beurteilung möglicher Schwachpunkte und Probleme, die den Entscheidungs- oder Bewertungsvorschlag in Frage stellen,
    • eine Robustheitsanalyse der Annahmen, die aufzeigt, welche (leichten) Veränderungen bezüglich wesentlicher Annahmen zu deutlich anderen Entscheidungen führen können und
    • konkrete Vorschläge für eine Überarbeitung der Entscheidungsvorlage und Bewertungsverfahren mit der Zielsetzung, belastbarere und sichere Beurteilungsgrundlagen für eine wesentliche unternehmerische Entscheidung zu erhalten.
Wir orientieren unsere Arbeit an folgenden Fragen:
  1. Sind die notwendigen Ressourcen, Erfolgsfaktoren und die strategischen Risiken, also die Bedrohung dieser Erfolgsfaktoren des Unternehmens oder Projekts, bekannt?
  2. Sind die verwendeten Begriffe und Kennzahlen in Strategie und Planung klar und eindeutig definiert?
  3. Liegt eine nachvollziehbare operative Planung (mit Erfolgsrechnung und Bilanz) vor und sind deren wesentliche Annahmen bekannt?
  4. Sind die unsicheren Planannahmen und Risiken, die Planabweichungen auslösen können, bekannt?
  5. Basieren die Planungen auf Erwartungswerten, werden also Chancen und Gefahren (Risiken) berücksichtigt?
  6. Existiert ein geeigneter Erfolgsmaßstab, also ein Bewertungskriterium, das insbesondere erwartete Auswirkungen auf das Ergebnis und die Risiken berücksichtigt?
  7. Werden der sich durch die mögliche Entscheidung ergebende Finanzierungsbedarf und die zusätzliche Inanspruchnahme der Risikotragfähigkeit des Unternehmens (Eigenkapital) angegeben?
  8. Werden die Konsequenzen für das zukünftige Rating berechnet?
  9. Wurden in der Planung mögliche Umsetzungsfriktionen und Gegenreaktionen (z.B. von Wettbewerbern) berücksichtigt?
  10. Ist der Entscheidungsvorschlag robust und wurden mögliche Gegenargumente aufgezeigt?
  11. Ist das als Grundlage für die Entscheidung gewählte Modell (Entscheidungsverfahren, Investitionsrechenverfahren, ...) grundsätzlich geeignet und wurden alle für dieses Entscheidungsmodell wesentlichen Informationen erhoben?
Der Nutzen eines derartigen Ansatzes z. B. für Projektrisikoanalyse, Projektfinanzierung und Projektbewertung lässt sich an folgenden Punkten aufzeigen:
  1. Im Gegensatz zu einer Betrachtung von „wahrscheinlichsten Werten“ bei der Projektkalkulation ermöglicht die Erfassung und Quantifizierung von Chancen und Gefahren (Risiken) die Berechnung der für die Projektbewertung relevanten „Erwartungswerte“, d. h. unter Abwägen von Chancen und Gefahren erhält man aussagefähige Planwerte, die „im Mittel“ eintreten.
  2. Die Quantifizierung und (simulationsbasierte) Aggregation von Risiken schafft Transparenz über den möglichen Umfang von Planabweichungen (Planungssicherheit) und ermöglicht damit die Priorisierung von Maßnahmen zur Reduzierung von Planabweichungen.
  3. Die Kenntnis der risikobedingt möglichen Planabweichungen und damit der „Bandbreite“ des Projektergebnisses lässt unmittelbar auf den Umfang möglicher Verluste und damit auf den Bedarf an (teurem und knappem) Eigenkapital für die Projektfinanzierung schließen.
  4. Für eine Projektgesellschaft kann damit unmittelbar eine risikogerechte Finanzierungsstruktur abgeleitet werden oder aus dem bekannten Risikoprofil kann ein Projektrating bestimmt werden, d.h. also die Wahrscheinlichkeit, dass (bei gegebenen Risiken) die Projektgesellschaft durch Überschuldung und/oder Illiquidität insolvent wird – was Hilfestellung für die Verhandlungen mit Fremdkapitalgebern bietet.
  5. Schließlich kann die Erfolgswahrscheinlichkeit eines Projekts bestimmt werden, z.B. die Wahrscheinlichkeit für einen positiven Netto-Barwert (Net Present Value), sowie ein „risikogerechter Projektwert“, bei dessen Berechnung die Diskontierungszinssätze der zukünftigen Erträge (Kapitalkosten) basierend auf den zukünftigen Risiken abgeleitet werden – ein Rückgriff auf (im allgemeinen nicht verfügbar) historische Kapitalmarktdaten ist damit nicht erforderlich.
Möglich ist so z. B. die Beantwortung folgender Fragen:
  • Welche Projektrisiken können gravierende Planabweichungen auslösen?
  • Welchen risikobedingten Liquiditäts- und Eigenkapitalbedarf und welches zukünftige Rating hat das Projekt oder Objekt?
  • Welche Verschuldungskapazität besteht? Welche maximale Fremdfinanzierung der Investition ist möglich?
  • Welcher Diskontierungszins (Kapitalkostensatz) lässt sich aus den Risiken (Planungsunsicherheiten) ableiten?
  • In welcher Bandbreite wird sich der fundamentale Wert (DCF/NPV) bewegen? Wo liegt der mögliche Verkaufspreis?
  • Welchen Wert und welche Rendite (IRR) hat das Projekt/Objekt in Abhängigkeit von verschiedenen möglichen Plan-Varianten der Projektentwicklung?